Wir glauben daran, dass traditionelle Herstellungstechniken unterstützt werden sollten, um kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Guatemala ist das „Land des ewigen Frühlings“. Mit seinem tropischen und gemäßigtem Wetter und atemberaubender Natur, wie türkisblauen Seen, Bergen und den vulkanischen Schwarzsandstränden scheint es paradiesisch zu sein. Antike Maya-Städte, Kaffee-, Zuckerrohr- und Bananenplantagen, bunte Märkte mit Schmuck, Textilien und Holzarbeiten und vieles mehr hat das Land zu bieten.

Auf der anderen Seite gibt es in Guatemala viele Probleme. Guatemala ist mit rund 15 Mio. Einwohnern das bevölkerungsreichste Land und die größte Volkswirtschaft Zentralamerikas. Dennoch gibt es sehr große soziale Ungleichheiten, hohe Jugend- und Bandenkriminalität und Fälle von Korruption. Ungefähr 41% der Bevölkerung sind Mayas, auch Indigenas genannt, also die indigene Bevölkerung Guatemalas. Die offizielle Landessprache ist Spanisch, daneben gibt es weitere 22 Maya-Sprachen, welche die Muttersprachen für 40-60 Prozent der Bevölkerung sind.

In Guatemala ist das traditionelle Handwerk einer der Haupteinnahmequellen für viele Menschen. Eins der wichtigsten ist das Weben, welches die Identität und Ethnizität der Bevölkerung widerspiegelt. Die Weberei hat in Guatemala eine lange Geschichte, denn das Wissen darüber wird seit Jahrtausenden und über Generationen hinweg weitergegeben. Durch vermehrte maschinelle Textilproduktion geht das traditionelle Handwerk zurück und die Wertschätzung der Stoffe schwindet.